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20.09.2017

Ängstliches Zaudern - Treiber einer Vorwärts-Strategie?

11.08.2017
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Die digitale Transformation 4.0 + ff ist Gegenwart, an der kein Weg vorbei führt. Eine Herausforderung für erfolgsverwöhnte Medienhäuser, die mit wenigen Ausnahmen noch sehr zögerlich angenommen wird.
Chancen, sich mit einem multimedialen Informations- und Werbeangebot zu bieten, öffnen neue Perspektiven für international tätige große aber auch regionale kleinere Unternehmungen.
Soweit zur Theorie. Die Praxis zeigt ein anderes Bild.
Vor allem geben inhabergeführte kleine Regionalzeitungen aus Furcht vor dieser neuen Realität auf. Auch, weil sie vor dem Verlust ihrer eigenen Werte für den Verlag in der heutigen Multimediawelt fürchten. Geeignete Nachfolger für die eigene Medienvision sind rar. Der Fortschritt der Medien war immer von der Begeisterungsfähigkeit von jungen Menschen für die Idee, der Vision für das Unternehmen geprägt.
Das wird auch so bleiben.
Die Giganten wie Google, Facebook oder Amazon leben es uns vor. Mit ihrem doch simpel-genial gestrickten Geschäftsmodell für den Massenmarkt verdienen diese damit Milliarden.
Content möglichst gratis publizieren zu können und über die Masse mit großem Gewinn verkaufen. Geradezu sektenartig begeistern diese Unternehmen junge Menschen für die Idee, Menschen über Medien zu beeinflussen. Medienkonsumenten auch damit zu überzeugen, dass sie ihre eigene – immer ungeprüfte – Meinung weltweit verbreiten zu können.
Und sie motivieren Menschen, alles an persönlichen Daten preiszugeben, um in der „Community“ akzeptiert zu werden.
Damit sind wir bei der vorrangigen Motivation für viele Menschen, bei Social Media oft täglich stundenlang unterwegs zu sein. Eine Entwicklung, die nachdenklich stimmt.
Immer mehr und mehr inflationäre Events mit B2B-Aktivitäten, um unter anderem auch Content-Marketing an den bezahlenden „User“ zu bringen, helfen dabei nicht wirklich weiter. Die wachsende Anzahl der reisenden Wanderprediger, die den Verlegern einen Zerr-Spiegel, was sie alles bisher falsch gemacht haben, in bizzaren Szenarien vorhalten, sind kein hilfreiches Aufbruchsignal für die Zukunft. Qualität von Profis, also bezahlten ausgebildetenen Journalisten und quereinsteigenden Topfachleuten, und ein begeisterungsfähiges Team über alle Altersgrenzen hinweg im Unternehmen – offen für neue Wege. Damit es wieder mit rechenbaren Erfolgen aufwärts geht. Darum geht es doch für alle Marktteilnehmer im Medienbereich , oder?               -karma-

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