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16.12.2018

Ein Goldener Herbst - oder Herbstimmung?

25.10.2018
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Karl Malik
Es kommt ja immer auf die Betrachtung an. Jede Medialle hat ja 2 Seiten. Nach einem außerordentlich langen und sehr schönen Sommer werden die Tage nun täglich rasant kürzer, die Schatten länger. Pralle Sonne oder lange Schatten? Diese Frage stellt sich auch den Zeitungsverlagen und Medienhäusern in besonderer Form. Die Aufgaben der Medienhäuser und Verlage, sich im Markt zu behaupten, sind fordernd. Wie in anderen Branchen auch, gilt es, die Weichen für das kommende Jahr operativ und mittelfristig strategisch vorausschauend zu stellen. Es gilt, den Istzustand der eigenen Vermarktungsmöglichkeiten realistisch einzuschätzen.Dabei stellt sich die Frage wie kritischer Qualitätsjournalismus bezahlbar bleiben kann. 
Wie wichtig die Förderung für das freie Wort ist, beweist uns die weltweit zunehmende Gewalt an investigativ agierenden Journalisten.  Gräueltaten an Journalisten wie an dem saudiarabischen Journalisten Jamal Khasoggi, der bulgarischen TV-ModeratorinViktoria Marinova, dem slowakischen Journalisten Ján Kuciak und der so sorgsam geplante Mord an Daphne Caruana Galizia in Malta,  sind ja nur die Spitze des Terrors gegen kritische Journalisten. Weit über 100 festgesetzte Journalisten in Erdogans  Türkei: Damit „regiert“ sich Recep Tayyip Erdogan mit diktatorischen Maßnahmen ins Spitzenfeld jener Staaten, in denen jedes kritische Wort im Gefängnis - ohne nach rechtlich nachvollziehbarer Anklage - endet.  Immer mehr getöte Journalisten in Afghanistan, gefolterte Journalisten in Myanmar: Deren einziger Fehler es ist und, wenn sie ihr Leben geopftert haben, war: Sie haben kritisch nachgefragt und über Ereignisse berichtet, die für die Mächtigen, ob aus Politik und kriminellen Organisationen, gefährlich wurden.
Gottseidank sind wir in der Europäischen Union von diesen gefährlichen Entwicklungen noch weit entfernt. Hier lauert der Feind der Zukunft im eigenem Verhalten. Nur Wenige glauben an die eigene Kraft, auch an den Bildungsauftrag ihrer Medien. Das Klagen der Zeitungsverlage über die aktuelle Entwicklung befinden sich daher auf hohem Niveau. Doch ist erkennbar, dass der Pessimismus schleichend zunimmt in Bezug auf die Wichtigkeit freier, wirtschaftlich unabhängiger Medien. 
Die Stimmung in der Branche ist sehr „verbesserungswürdig“. Daran zu arbeiten, ist aufbauend gestaltete Teamarbeit - vorangehen mit Freude an der medialen Zukunft.
Das freie - gedruckte und online - publizierte Wort ist das wichtigste Gut, um Werte unserer freien demokratischen Gesellschaft nicht nur zu schützen, sondern auszubauen.
Ihr
Prof. Ing. Karl Malik

Karl.Malik@premedianewsletter.de   

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