INFORMATIONEN FÜR DAS TOP-MANAGEMENT DER MEDIEN-INDUSTRIE
21.01.2019

Wann und wie nutze ich die multiplen Medienkanäle?

25.12.2018
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Moritz Plohberger, neben seinem Studium arbeitet er beim Hessischen Rundfunk (Börse im Ersten).
Ich nutze Medien mehrfach täglich, an manchen Tagen beinahe permanent. Vor allem mobile Endgeräte ermöglichen mir das. Es ist klar, dass die Nutzung digitaler Medienangebote durch die Einführung von mobilen Computern im Miniformat – sprich Smartphones – nochmals um ein Vielfaches zugenommen hat.
Mit meinem Smartphone habe ich ganz einfach immer und überall Zugang zum Internet, was wiederum als Brücke zwischen leistungsfähigem Endgerät und Mediennutzung in Form von Nachrichtenkonsum, aber auch einer ganzen Reihe digitaler Unterhaltungsangebote dient. 
Die nach wie vor zunehmende Mediennutzungsdauer pro Tag fällt nicht unwesentlich auf Smartphones und Tablets zurück. Das merke ich selbst vor allem an der Vielseitigkeit der Möglichkeiten, die diese Geräte bieten. Sie vereinen ehemalige Printangebote, Radio und Fernsehen. Dieser enorme praktische Mehrwert ist der Grund, wieso ich persönlich bisher kein eigenes Fernsehgerät besaß. 
Mobile Endgeräte haben das Nutzungsverhalten radikal verändert. Das liegt auch an Veränderungen der Nutzungsmotive. Ich sehe es selbst: Handynutzung aus Langeweile oder zum Zeitvertreib ist längst keine Seltenheit mehr. Das funktioniert zwar auch mittels herkömmlicher Printangebote, dazu zählen auch Bücher, allerdings müssen diese vorausschauend mitgeführt werden, wohingegen Smartphones im Normalfall ohnehin mitgeführt werden und so spontan deutlich mehr Möglichkeiten bieten als gedruckte Medienangebote. 
In meinem persönlichen Nutzungsverhalten äußert sich das deutlich: Bis auf meine Finanzen verwalte ich beinahe alles via Smartphone. Neben krossmedialem Medienkonsum tätige ich beispielsweise Einkäufe – mit Ausnahme von Lebensmitteln – beinahe ausschließlich online.
Diese Schilderung erweckt den Eindruck einer gewissen Abhängigkeit zu mobilen Endgeräten. Dem ist nicht so. Bewusst lege ich Pausen ein und nutze digitale Angebote zeitweise weniger. Ehrlicherweise substituiere ich das nicht durch entsprechende „Offline“-Angebote, was dazu führt, dass ich während Pausen insbesondere über tagesaktuelles Geschehen wesentlich schlechter informiert bin.
Denn Printangebote nutze ich nur sehr selektiv. Lange Zeit bezog ich überhaupt keine Informationen aus Printmedien. Durch eine Mitgliedschaft in einer Organisation erhalte ich nun Woche für Woche drei Printmedien, 2 Magazine und eine Wochenzeitung. Ehrlich gesagt reicht mir die Zeit gar nicht, um alles vollständig zu lesen. Meist lese ich den Hauptbericht und suche mir dann weitere heraus, die mich interessieren. Thematisch ist meine Selektion unterschiedlich. Während der Hauptbericht für gewöhnlich ein politisches oder wirtschaftliches Thema behandelt, können weitere für mich interessante Berichte auch völlig andere Themen beinhalten.
Tageszeitungen sind für mich in den meisten Fällen nicht interessant. Die schnell fehlende unmittelbare Aktualität ist als ein Grund zu nennen. Außerdem bedarf es beim Nachrichtenkonsum via Smartphone keines physischen Gegenstandes. Zudem sind Nachrichtenangebote online nach wie vor oft kostenlos. Auch wenn die bei vielen Lesern von Onlinemedien entstandene Gratismentalität für die Branche extrem schädlich ist – der Mensch als Konsument sucht schlicht nach dem günstigsten Angebot. Ein weiterer entscheidender Faktor gegen Printnutzung ist die fehlende Crossmedialität, die es erlaubt, neben gedruckten Berichten auch auf Bewegtbild zuzugreifen.

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Produktion wieder im Lot

25.12.2018
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Über eine App auf dem Handy kann Geschäftsführer Hannes Sandler die Produktion auf seinen beiden neuen Sammelheftern Primera MC
Der Betrieb in Marbach an der Donau ist weltweit eines der bestausgerüsteten Unternehmen im Offsetdruck. Der Technologiemix ermöglicht, jedes Verfahren optimal im Sinne des Kunden einzusetzen. Die Flexibilität fernab von Standardprodukten führt aber zu komplexen Aufträgen, deren Erfolg auch von den Stärken in der Weiterverarbeitung und Veredelung abhängt. Im Zeichen der ständigen Prozessoptimierung hat Sandler daher seine in die Jahre gekommenen Sammelhefter durch zwei Primera MC von Müller Martini ersetzt. Mit einer Leistung von 14.000 Takten pro Stunde gelang so in der Produktivität der Vorstoss in eine andere Liga.
Vorbei sind die Zeiten, als die alten Sammelhefter den Terminplan immer öfter über den Haufen schmissen. Der Einsicht, dass ohne Leistungsausbau die Kapazitäten moderner Druckmaschinen nicht auf die Rampe zu bringen sind, folgten Taten. «Wer heute in industriellen Dimensionen denkt, kommt an der hohen Verfügbarkeit und Produktionssicherheit des Primera MC nicht vorbei», betont Geschäftsführer Hannes Sandler. Speziell hebt er die dank der Motion-Control-Technologie möglichen raschen Rüst- und Einrichtezeiten heraus.
Die Vernetzung im Sinne von Finishing 4.0 erlaubt, den Status des Primera MC auf einer Handy-App zu verfolgen. Die beiden neuen Sammelhefter sind übrigens bedürfnisgerecht unterschiedlich konfiguriert. Für kleinere und mittlere Auflagen wurde der eine mit zwei Umschlag- und acht Vertikalstapelanlegern ausgestattet. Der andere verfügt über einen Umschlaganleger sowie fünf mit Streamfeedern versehene Flachstapelanleger und bewältigt damit problemlos Auflagen, die weit über eine Million Exemplare hinausgehen.

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„Der Spiegel“ baut zukunftsorientiert um

25.12.2018
Die schnelle Internet-Kultur für Deutschland ist mangels in vielen Regionen nicht verfügbarer Breitband-Verfügbarkeit noch Zukunftsmusik. In welchem Tempo sich in den vergangenen Jahren eine Rund-um-die-Uhr-Informationsgesellschaft herausgebildet hat, nehmen die Menschen im Alltag oft nicht wahr. Aber Wut regt sich, wenn die Verbindung zu langsam ist. Neuigkeiten sollen hier, jetzt und im Millisekundenbereich verfügbar sein. Um diese Informationen so schnell wie möglich zur Verfügung stellen zu können, braucht es Redaktionen, die ganz anders arbeiten als ihre Vorläufer der Generation Print. Eine der großen Fragen, die seit mehr als zehn Jahren von verschiedenen Medien ganz unterschiedlich beantwortet wird, lautet: Gibt des die multimediale Redaktion, in der Print- und Online-Redaktionen neu zusammenarbeiten? Die saturierten Print-Redaktionen waren und oftmals sind sie auch heute noch führend; den Onlinern wurde wenig Raum gelassen. In der internen Organisation wenig gehört, schlecht bezahlt.

Gibt es die multimedial arbeitende Redaktion?
Das Verhältnis zwischen Print und Online hat sich inzwischen, getrieben vor allem durch die mobile Revolution, von der inhaltlichen Bedeutung radikal gewandelt. Mobil treibt die Reichweite. Die Erlösqualität digitaler Inhalte deckt die Kosten dafür – ohne einer gut arbeitenden Print-Redaktion im Hintergrund und bezahlt von Print-Käufern – bis heute nicht.
Dieses digitales Verbreitungsmodul der Zukunft arbeitet allerdings außerordentlich erfolgreich; digitale Kanäle erreichen oft deutlich mehr Nutzer als die entsprechenden gedruckten Ausgaben einer Medienmarke. So liegt beispielsweise WELT bei mehr als 20 Millionen monatlichen Nutzern. Eine ungeheure Reichweite. WELT hat die Fusion seiner Redaktionen bereits vor vielen Jahren vollzogen. Das heißt: Alle Redakteure und Autoren schreiben für alle Produkte, ob nun gedruckt oder digital. Anders sieht es bei Medienmarken aus, die weiterhin weitgehend getrennte Redaktionen betreiben. Weil sie glauben, dass ihr auf Papier gedruckter Journalismus sich zu stark von ihrem Onlineangebot unterscheidet und nicht in einer Redaktion unter den Hut zu bringen ist. Die überwältigende Mehrheit der Menschen konsumiert Journalismus – ob Nachricht, Kommentar oder Reportage – allerdings inzwischen digital. Weil sich diese Entwicklung beschleunigt, wird es zunehmend schwer, zwei formal getrennte Redaktionen für eine Marke zu betreiben.

Mammutprojekt für den „Spiegel“
Zwei der bekanntesten deutschen Medien, der „Spiegel“ und die „Zeit“, beide wöchentlich erscheinende Printpublikationen, beide mit separaten Onlineredaktionen, haben nun strategische Entscheidungen getroffen. 
Diese unterscheiden sich.
Nach fast schon quälenden Jahren des Zauderns hat sich der „Spiegel“ zu einer Zusammenlegung durchgerungen. Ab Januar 2019 werden die vorher auch gesellschaftsrechtlich getrennten Redaktionen in einem – und das klingt jetzt arg bürokratisch – Gemeinschaftsbetrieb geführt. Die Gesellschafter des Verlags haben diese Fusion beschlossen und tauschen dafür sogar die Chefredaktion aus. 
Bemerkenswert ist in diesem Fall, dass etwas mehr als fünfzig Prozent am Verlag den Mitarbeitern selbst gehört. Deren Mehrheit sich also diese gravierende Veränderung selbst verordnet. Etwa 500 Redakteure in Vollzeitanstellung werden das wöchentliche Magazin und die 24/7-Nachrichtenredaktion mit Leben im Rahmen der neuen multimedialen Voraussetzungen erfüllen. 

Parallele Kommunikations-Kanäle 
Die Verhältnisse bei einer Tageszeitung zu einem führenden Qualitäts-Wochenmagazin sind gravierend anders. Beim „Spiegel“ geht es nicht um die heiße Headline, sondern um sichere, qualitative Hintergrund-Recherche vor Veröffentlichung. „Spiegel Online“ gehörte zu den ersten deutschen Nachrichtenwebsites überhaupt. Und als Pioniere haben sie das ausgezeichnet gemacht.

„Sagen, was ist“
Kein Sparprogramm sei die Zusammenlegung, heißt es in dem weithin sichtbaren Verlagshaus in der Hamburger Hafen-City, in dessen riesiger Eingangshalle das Motto des „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein an der Wand steht: „Sagen, was ist“. 
Der „Spiegel“ ist ein so wichtiges Stück Medien-Leitkultur in der deutschen Medienlandschaft. In der Hoffnung, dass dieses Mammut-Projekt organisatorisch und wirtschaftlich gelingen möge. 
-karma-

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Deutsche Zeitungen in Polen

25.12.2018
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Gegenwärtig rund 100 Zeitungen und Zeitschriften in Deutsch

Die ersten Zeitungen im Gebiet des heutigen Polens erschienen in deutscher Sprache. Sie entstanden ab den 1620er Jahren in Breslau, Stettin und Danzig. Ihre Titel waren „Wöchentliche Zeitungen aus unterschiedlichen Orten“ oder „Bericht aus Pommern“. Seit dem frühen 17. Jahrhundert werden kontinuierlich deutschsprachige Periodika in den Landstrichen zwischen Ostsee und Hoher Tatra herausgegeben. Bis 1945 existierten mehrere tausend Zeitungen und Zeitschriften mit unterschiedlicher Erscheinungsdauer. Dazu gehörten beispielsweise das „Intelligenz-Blatt für das Großherzogtum Posen“, die Fachzeitschrift „Anzeiger der Akademie der Wissenschaften in Krakau“, das aus heutiger http://www.medienhilfe.org/wp-content/uploads/2018/09/Publikation-Auslandsmedien-Jüdisches-Volksblatt-Breslau-Polen-1911-213x300.pngSicht lustig betitelte Magazin „Der fromme Naturkundige“ oder die „Bialystoker Zeitung“ weit im Osten. Auch für pezielle religiöse Gemeinschaften innerhalb der deutschsprachigen Bevölkerung gab es besondere Publikationen wie etwa das „Jüdische Volksblatt“ oder die „Mennonitischen Blätter“.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die damit einhergehende Vertreibung der meisten Deutschen aus dem Osten bedeutete natürlich auch für die deutschsprachige Presse eine große negative Zäsur. Viele prophezeiten 1945 den dauerhaften Niedergang der kompletten deutschen Kultur jenseits von Oder und Lausitzer Neiße. Doch ganz so schlimm kam es nicht. Die kommunistischen Machthaber Polens schränkten zwar kulturelle und journalistische Aktivitäten der wenigen verbliebenen Deutschen in ihrem Herrschaftsbereich stark ein, aber einige deutschsprachige Veröffentlichungen wurden dennoch erlaubt. Unter anderem kam 1948/49 in Warschau regelmäßig eine Zeitung namens „Die Brücke“ von und für deutsche Kriegsgefangene heraus. Zwischen 1951 und 1958 durfte die staatlich gelenkte Zeitung „Arbeiterstimme“ in Breslau erscheinen – für einige Jahre sogar als Tageblatt. Sie wandte sich mit Lokalseiten und Regionalausgaben an die in ganz Polen verstreute deutsche Minderheit. Die meisten Leser lebten in Schlesien und waren größtenteils deutsche Arbeiter in den dortigen Bergwerken. Ihr Fachwissen war für die Aufrechterhaltung des polnischen Bergbaus sehr entscheidend. 1957 soll die Auflage der „Arbeiterstimme“ bei 27.000 Exemplaren gelegen haben. Das Aus für die Zeitung kam, weil die Regierung durch sie eine zu große Stärkung der kleinen übrig gebliebenen deutschen Volksgruppe befürchtete. Ein erneuter Versuch, eine Minderheitenpublikation zu gründen, wurde erst 1985/86 unternommen. Edward Vogelgesang aus der Nähe von Stettin schrieb dafür hoffnungsvoll an Barbara Jaruzelska, die Ehefrau des Staats- und Parteichefs Wojciech Jaruzelski. Sie war Germanistik-Dozentin und die Tochter einer deutschstämmigen Schlesierin. Doch anstatt Verständnis und die Erlaubnis für die geplante Zeitschrift mit dem Titel „Unsere Muttersprache“ zu bekommen, wurde er zur Ausreise gedrängt. Eine Art von deutschsprachigen Druckmedien hatte man allerdings von staatlicher Seite fast während der gesamten kommunistischen Diktatur gerne gefördert – und zwar waren das Propagandapublikationen, die sich vornehmlich an ein Publikum im Ausland richteten. Darunter waren Zeitschriften wie „Polens Gegenwart“, „Polnischer Außenhandel“, „Rundschau der polnischen Gewerkschaften“ oder die deutsche Ausgabe des Monatsmagazins „Polen“ aus dem Polonia-Verlag. Diese Staatsmedien stellten ihr Erscheinen alle mit der politischen Wende 1989/90 oder kurz danach ein.

Der Untergang des kommunistischen Systems und der Beginn der Demokratie in Polen war eine weitere Zäsur für die deutsche Kultur – diesmal selbstverständlich eine positive. Die deutsche Volksgruppe konnte aufblühen und die neugewonnene Freiheit nutzen, um erste eigene Publikationen ohne staatliche Einmischung zu starten. Gleich im Juni 1990 publizierten Minderheitenvertreter eine Wochenzeitung in Oppeln. Anfänglich trug sie die Namen „Oberschlesische Nachrichten“ und „Oberschlesische Zeitung“. Von 1995 bis 2011 lautete der Titel „Schlesisches Wochenblatt“. Heute heißt sie kurz „Wochenblatt.pl“ und ist die bedeutendste Publikation von und für die Minderheit. Herausgeber ist der zentrale Verband der deutschen Gesellschaften in Polen (VdG). Um den Lesern entgegenzukommen, die ihre Deutschkenntnisse aufgrund der Repressionen in der kommunistischen Zeit nahezu verloren haben, enthält das Blatt auch polnischsprachige Artikel. Als Extraleistungen liegen der Zeitung in jeder Ausgabe eine TV-Beilage und in jeder zweiten Ausgabe die „Oberschlesische Stimme“ bei. Da in Oberschlesien die meisten der schätzungsweise noch rund 300.000 deutschstämmigen Menschen Polens beheimatet sind, gibt es das Wochenblatt dort sogar an vielen Kiosken. Eine weitere Publikation aus Oppeln für die Minderheit ist die wöchentliche zweisprachige Beilage „Heimat“ zur regionalen polnischen Tageszeitung „Nowa Trybuna 

Opolska“ (nto).

Außer diesen Druckmedien im Zeitungsformat gibt es im ganzen Land zahlreiche Zeitschriften, Mitteilungsblätter, Gemeindebriefe und Jahrbücher auf Deutsch. Ihre Zielgruppen und Erscheinungsorte sind sehr unterschiedlich. Für deutschsprachige Katholiken erscheinen spezielle Veröffentlichungen in Oppeln, Krakau und Breslau. Die niederschlesische Großstadt Breslau bietet ebenfalls einen evangelischen Gemeindebrief, das Minderheitenmagazin „Niederschlesische Informationen“ und mehrere Publikationen des örtlichen Germanistik-Instituts. Fachzeitschriften von und für Germanisten publizieren nahezu alle größeren polnischen Universitäten. Da Polen zu den Staaten mit den meisten Deutschschülern gehört, wird natürlich auch für diese ein eigenes Sprachlernmagazin herausgegeben. Es heißt „Deutsch aktuell“ und kommt aus einem Verlag in Posen. Junge Leser werden ebenso von Institutionen des Verbandes der deutschen Minderheit mit Lesestoff versorgt: für Jugendliche gibt es die Zeitschrift „Antidotum“ und für Kinder das Magazin „Keks“. Neben Schlesien ist die Woiwodschaft (Bezirk) Ermland-Masuren im Nordosten Polens, die den südlichen Teil des ehemaligen Ostpreußens darstellt, eines der Haupterscheinungsgebiete deutschsprachiger Periodika. Allein in der Bezirkshauptstadt Allenstein werden drei monatliche Zeitschriften von und für die dortigen Deutschstämmigen herausgegeben: seit 1990 die „Masurische Storchenpost“, seit 1994 das „Mitteilungsblatt der deutschen Minderheit in Ermland und Masuren“ sowie seit 2003 die „Allensteiner Nachrichten“. Mehrere Veröffentlichungen in dieser beliebten nordöstlichen Urlaubsregion mit vielen Seen, Wäldern und sanften Hügeln wenden sich auch an Touristen. Für deutschsprachige Unternehmer, Investoren, und Geschäftsreisende im ganzen Land existieren gleich zwei Fachmagazine. Einerseits kommen aus Warschau die zweisprachigen „Wi – Wirtschaftsnachrichten“ der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer und andererseits erscheint in Oppeln seit 2016 das neue „POLENJournal“. Insgesamt hat sich ab 1990 wieder eine beachtliche Presseszene entwickelt. Nach Untersuchungen der Internationalen Medienhilfe (IMH), dem Verband der deutschsprachigen Medien weltweit, gibt es in Polen momentan rund 100 Zeitungen und Zeitschriften auf Deutsch. Im „Handbuch der deutschsprachigen Presse im Ausland“ aus dem IMH-Verlag (ISBN: 978-3-9815158-1-7) findet man weitere Informationen.            

 -Björn Akstinat-


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