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20.07.2019

Die zerstörerische Kraft von Social Media

21.06.2019
Die Zukunft ist nicht Blau. Das Werk des Youtubers  Rezo, mit bürgerlichem Namen Yannick mit Wohnort in Aachen,  mit blauem Haarschopf reiht sich nahtlos  in die grenzenlose Freiheit des Internet ein, wo alles möglich ist. Rezo hat mit seinem Beitrag die „Die Zerstörung der CDU“ binnen weniger Tage millionenfache   Klickraten generieren können  und über 15 Millionen Menschen adressiert.
Morgen könnte es von einem anderen Blogger schon die Rinderzüchter, Frauen mit roten Haaren, Bartträger oder die SUV-Autofahrer sein,  gegen die ein bissiger Blogger Massen über das Internet versammeln 
kann. Gab es diese einseitige ohne Kontrolle Medienkommunikation nicht schon in der Vergangenheit? Damals:  Einer unkontrolliert für alle – Heute einer mit Mutmaßungen für die Mobilisierung von Millionen im anonymen Internet?
Das hinterfragenswerte Werk des blauschöpfigen Youtubers Rezo reiht sich nahtlos in die neue Form von Propaganda ein,  die die rechtspopulistische Forderung nach „Wahrheit“ und „Freiheit“, nach engstirnigen nationalen Bedürfnissen, fordert.
Rezo bezeichnet Politiker pauschal als dumm, inkompetent, korrupt und verlogen.
Damit Rezo benutzt  die klassische Demagogie, diesmal halt gegen die CDU. Das Traurige daran ist: Rezo will die faire Auseinandersetzung nicht einmal suchen. Ihm geht es nur um Zerstörung, Niedermachen;  ein sehr gefährlicher Weg der Mobilisierung. Skrupellose Kampagnen – gratis über das Internet verbreitet  – haben Saison. 
Und hoffentlich keine Zukunft.
Für fairen, bezahlten Journalismus ist es niederschmetternd, dass diese selbst ernannten Kommunikatoren die Oberhand zu gewinnen scheinen. Der faire­­­ Diskurs um den Wettbewerb der besten Idee? Mit Fachwissen und Sachkompetenz recherchierte und publizierte Inhalte?
Es gilt Qualitätsjournalismus und die damit verbundenen Regeln und Werte zu verteidigen. 
Tag für Tag. Wettbewerb für die offene, notwendige und erbarmungslos kritische Sicht der Dinge,  für den Aufbruch mit allen fairen sozialen Rahmenbedingungen, bleibt wichtig.
Gegen die Arglosigkeit und die feige, oftmals schäbige anonyme Dummheit, der es heute über das Internet so leicht gemacht wird. Auch die klickende Millionen-Masse der Medienkonsumente braucht geprüfte Inhalte und einen fairen, gültigen Werte- Kanon. 
Die Möglichkeiten des Internet zur freien Meinungsäußerung sollen dadurch nicht eingeschränkt oder gar verboten werden. Allerdings: Wer seine Meinung äußert, steht mit seinem vollen Namen und nicht anonym dafür ein und stellt sich fair und offen auch dem kritischen Dialog über alle Medien-Kanäle. 
Feige sich im Internet zu verstecken, gilt nicht.                 -karma-

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