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14.12.2019

Messen, Kongresse am Prüfstand: Was bleibt?

18.10.2019
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Die Gründe dafür haben nicht allein mit dem Wandel der weltweiten Medienindustrie zu tun. Es liegt vorrangig auch an der internen Organisation von WAN-Ifra mit dem sehr kleingewordenen Standort Frankfurt und einigen Homeoffices in Paris selbst. Diese hat das über Jahrzehnte erfolgreiche Erfolgsmodell  der weltweiten Medienelite schon seit Jahren zum regionalen  Event unter bereitwillig zahlender Einbindung der Lieferindustrie degradiert. 
Immer mehr Kongresse, Studienreisen zu einem fordernden Thema: 
Wie überlebt der Qualitätsjournalismus?
Allerdings: Wem nützt die Inflation an WAN-Ifra-Kongressen zu diesem Thema? Ist zu diesem Thema nicht schon so Vieles gesagt, geschrieben und publiziert worden?
WAN-Ifra als Reisebüro für die weltweite Zeitungsfamilie tätig?
Wohl eine kleinmütige Fehleinschätzung – der früheren visionären Idee der legendären Ifra unwürdig.
Der Standort Berlin – sich als europäische Metropole gerierend – ist ein für internationale Besucher rein flugtechnisch ungewolltes Survival-Training in die deutsche Flug-Provinz. Gottseidank sind wenigstens in Berlin schnelle Internetverbindungen verfügbar. Sonst würde es leider nur mehr zur Lachnummer für einen weltweit ausgerichteten Kongress für die Zeitungsindustrie reichen.
WAN-Ifra-DCX-Expo wird 2020 nicht stattfinden und 2021 ihren Neustart in Berlin – dann vielleicht, die Hoffnung stirbt ja immer zuletzt - mit wenigstens einem deutschen hauptstadttauglichen Flughafen, versuchen, neues Vertrauen zu gewinnen.
Die WAN-Ifra-DCX-Expo Berlin 2019 konnte am ersten Messetag im Hauptstadt-Redaktionsbüro der „Frankfurter Zeitung“ erstklassige Referenten vor einer leider drastisch geschrumpften  Zuschauerschar bieten.
Die auf in einigen Etappen von 4 nunmehr auf  2 Expo-Tage reduzierte WAN-Ifra-DCX-Expo war für die Treuesten der Treuen in Bezug auf Kontakterneuerung erneut wertvoll. 
Aus der Lieferindustrie waren Stimmen zu hören, die sich für ihr Engagement bei der WAN-Ifra-DCX-Expo erneut keine Wertschätzung durch einen persönlichen Besuch des WAN-Ifra-Managements erfahren haben. Ein Dankeschön für ihre Treue? Die Kosten für den Aussteller, Bestandskunden und Neukunden zu gewinnen, sind auf diesem Messeformat exorbitant auf 2 Messetagen 
hoch. Die Nachricht, dass es 2020 auf Grund der drupa 2020 keine WAN-Ifra-Messe geben wird, hat zu Frustration und Kopfschütteln geführt. 
Weil ein Großteil der mit viel Mühe und Herzblut gewonnenen Besucher und Lieferanten eine Teilnahme an der drupa 2020 nicht einmal  in Erwägung zieht. Was zu sagen bleibt: Mit Wertschätzung und über Geld hinaus reichende Verbundenheit und Erfolg zur Kundenbindung und Neukundengewinnung. Mit vielen Services, persönlichen Kontakten weltweit der Sache verbunden.
Der Zeitung. Herzblut und Engagement für morgen.
Handschlagqualität, persönliche Begegnungen und Visionen über alle Kontinente, Hautfarben und Religionen: für die Zukunft der 
Zeitung. 
Das war die liebenswert-legendäre Ifra.
Am Ende, für mich nach so wertvollen, erfahrungsbereichernden 45 Jahren:
Eine sehr traurige, der fortführenden Entwicklung der Tageszeitung verbundenen Menschen berührende Entwicklung. 
Jedes Ende ist auch ein Anfang – für Neues. 
-karma-

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