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11.07.2020

Mut zum Aufbruch! Verlieren gilt nicht!

20.06.2020
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Die neue und die alte Welt der Außenwerbung. Links eine digitale Werbefläche von Störer mit seinem News-Portal „t-online.de“ – r
Eine versuchte Standortbestimmung vor, während und nach der Bewältigung der Weltwirtschaftskrise. Gestatten Sie mir einen kurzen Rückblick. Als junger Kapitän von Vienna, dem ältesten österreichischen Fußballverein 1892 gegründet, 1955 europäischer Mitropa-Cup-Sieger, später dann bei Germania, traditionsreichen Wiener Fußballmannschaften, gab es für mich Siege, leider oft auch Niederlagen. Diese Niederlagen haben mich seelisch belastet. Allerdings wenige Stunden nur. Das ein oder andere - mir damals mir von meinem  Verein verbotene anderswärtige Freundschaftsspiele gleich danach - hat meine tieftraurige Laune rasch wieder aufgeheitert. Danach dachte ich schon wieder an das nächste Spiel bei meinem Verein. Allerdings galt für meine Kameraden und mich, immer siegen zu wollen, oder wenigstens mit Würde vom Platz gehen. Zugegeben: Meine Appelle an meine mitkämpfenden Sportskameraden bei 0:3 in der Halbzeit, noch siegen zu wollen, waren kleingeistig. Zumindest - eigentlich immer - haben wir dann meistens nicht mehr „hoch gewonnen“. (Zitat Toni Pfeffer, Ex-Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft). 
Wo stehen wir heute in der internationalen Medienindustrie? Aufgeben? Neu denken? Kreative Mitarbeiter für den Neuaufbruch fördern? Diesen auch Fehler zugestehen und sie dennoch weiter machen lassen? Darum geht es. Nicht Corona hat die Medienwelt verändert.  Die Medienindustrie hat aus sicherer, finanziell sehr solider Basis zugesehen, wie sich neue weltweite Denker  ihres Marktes bedienen. 
Google, Facebook, Twitter, Instagram etc. haben lange  ihre Chancen in all diesen Märkten genutzt. Der jahrzehntelange Erfolg hat die meisten - nicht alle - Zeitungsverlage und Medienhäuser so satt gemacht. Und damit so was von angreifbar, unvorbereitet, wenigstens zu reagieren. Schon vor Corona befand sich die Medienindustrie und damit auch die Lieferindustrie in einem Wandlungsprozess. Ich vermisse die Ideen für die Zukunft vor allem bei den Zeitungsverlagen.  Die Digitalisierung ist eine Chance. Print muss dabei allerdings begleitend als analoger Markenführer neue Wege gehen. Das Nordische Zeitungsformat als Broadsheet lesen nur Fans der gedruckten Zeitung wie ich. Wer soll dieses so wertvolle Printprodukt in diesem Format esen? In der U-Bahn, S-Bahn, vielleicht wieder irgendwann im Flugzeug wieder möglich. Weil genug Platz mangels Passagieren da ist?.  Auch bei meiner seit 32 Jahren als Senator/Frequent Traveller sehr verbundenen Lufthansa. Das „Handelsblatt“ hat nicht nur in der Formatwahl für das Tabloid-Format die richtige Entscheidung getroffen. Die Reduktion auf maximal 20 wichtige Themen pro Tag mit vorbildlicher Content-Tiefe hat diese Transformation inklusive der digitalen Angebote eine Erfolgsgeschichte kreiert. Der ehemalige Handelsblatt-Chefredakteur und Pioneer-Initiator Gabor Steingart geht ja heute mit MediaPioneer neue Wege der Vermarktung von qualitativem Journalismus. Digital - ohne Werbung-Erlöse ansprechen zu wollen. Ein mutiger Weg. 
Die Frage bleibt offen, wer ist heute im täglichen MedienTsunami bereit, einen fairen Preis für wertvoll recherierte Inhalte im Internet zu bezahlen? Ob die Bekämpfung der Pandemie mehr Schaden anrichtet als die Pandemie selbst, wird die sehr nahe Zukunft weisen. Wieviel Rettung der Wirtschaft können wir - also der vom Steuerzahler finanzierte Staat - uns leisten? 
In jedem Fall bedarf es des Mutes der Vorwärtsdenker. 
Momentan gilt bei leider so Vielen das Prinzip des Abwartens, des Sich-Tot-Stellens. In der Hoffnung, dass dieses Verhalten erfolgreich sein könnte. 
Eine trügerische Hoffnung. 
Verlieren, Aufgeben? Niemals.  Gestern, heute und morgen nicht. Es steht zur Pause 0:1.  Auf geht es! Dieses Spiel drehen wir gemeinsam. 
Ihr Karl Malik

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